Jetzt reicht es ihr aber. Schon wieder hat Frau Söderblom im Regal des Supermarktes eine Ware gefunden, bei der das Haltbarkeitsdatum überschritten ist. Erst letzte Woche hatte sie sich bei der Geschäftsleitung beschwert. Man versprach Abhilfe.
Jetzt reicht es ihr aber. Schon wieder hat Frau Söderblom im Regal des Supermarktes eine Ware gefunden, bei der das Haltbarkeitsdatum überschritten ist. Erst letzte Woche hatte sie sich bei der Geschäftsleitung beschwert. Man versprach Abhilfe.
Bereits in der BUZ-Ausgabe 4/2019 widmete ich dem Thema „Wasser“ hohe Aufmerksamkeit. Damals ging es um den widersprüchlichen Charakter des Wassers in all seinen Formen. Heute geht es im vorliegenden Text um unseren widersprüchlichen Umgang mit dem alltäglichen Lebensmittel.
Die Medienlandschaft ist im Umbruch. Zahlreiche kleinere Zeitungen stehen angesichts der Konkurrenz durch das Internet vor dem Aus. Andere versuchen durch einen umfassenden Relaunch sich neu zu erfinden. So auch meine fiktive Redaktion. Mitunter geht es hoch her. Aber in allen Köpfen herrscht der ungebrochene Wille nach innovativen Lösungen. Schauen wir mal zufällig rein in eine dieser Konferenzen.
Innovationen haben es schwer. Besonders, wenn sie keiner versteht. Am erfolgreichsten sind sie, wenn sie einfach daher kommen: per Gesetz oder Propaganda. So schlich sich die Wasserspartaste ohne viel Aufsehen in unsere WC. Ähnliche Akzeptanz erfuhren Bewegungsmelder, die in den Anfängen zunächst einigen Zeitgenosse verdächtig erschienen, weil sie Ängste vor Beobachtung schürten. Aber die Einsicht in die Vorteile dieser Technik wuchs auch bei Skeptikern. Ähnliche Entwicklung nahmen Überwachungskameras. Doch auch hier scheinen die Vorteile hinsichtlich Sicherheit die Bedenken gegenüber Überwachung zu überwiegen. Letztlich ist alles was mit Innovation zu tun hat eine Frage der Kommunikation.
Das Wartezimmer des HNO-Arztes ist voll. Alle sind irgendwie schwerhörig, aber haben recht unterschiedliche Schicksale. Allen gemeinsam ist: Sie reden recht laut.
„Gehen sie aus im Stadtpark die Laternen…“ Hit des Jahres 1963, gesungen von Gitte Haenning und Rex Gildo. Dieser Schlager sieht es als Vorteil, dass nur noch der Sternenschein auf das Paar fällt. Doch ein solcher romantischer Moment wird in den Städten immer seltener. Die „Lichtverschmutzung“ trübt den Blick zum Himmel. Zuviel künstliches Licht unterdrückt die Produktion des „Schlafhormons“ Melatonin, was zu Schlafstörungen führen. Das sorgt verliebte Paare nicht. Lichtverschmutzung ist ein zunehmendes Problem städtischen Lebens. „In hellen Großstädten kann man mittlerweile nur noch wenige helle Sterne erkennen, während ein dunkler Landhimmel mehrere tausend Sterne zeigt. Dies … raubt auch Bürgern und Bürgerinnen die Chance auf ein einzigartiges Naturschauspiel.“ bund-sh.de/stadtnatur/Lichtverschmutzung/
Zum Elternabend der Woellmer-Schule haben sich viele Personen eingefunden. Heute geht es nämlich darum, ob man das Schulprojekt „Sonne auf dem Schuldach“ unterstützt oder nicht.
Die Sonne ist für uns alle da.
„Wozu ist die Sonne da? Nachts scheint sie nicht und tagsüber ist es sowieso hell!“
Walter Rodenstock ist für Recherchearbeiten am Thema „Lost Places“ zu unserer italienischen Kollegin Rebecca Borgo gefahren. Unser Fotograph Jens Piepenbringk ist – neugierig wie wir ihn kennen – gleich mit.
Städte im Wandel laufen immer Gefahr, dass Flächen oder Objekte aus der Nutzung fallen. Häufig finden sich wieder schnell neue Nutzungsoptionen oder zumindest Zwischennutzungen. Aber es gibt eben solche Situationen, in denen eine Nachnutzung sehr lange auf sich warten lässt oder sogar ganz ausbleibt. So bilden sich Brachen oder Kümmernutzungen; für die einen ein Schandfleck, für die anderen ein „verlorener Ort“.
Neulich war ich wieder im Park. Dort gibt es eine wunderschöne Parkbank, mein Lieb- lingsplatz hier im Park. Da kam ein Mann mit energischem Schritt direkt auf mich zu. Was will der von mir?
„Auch der Herbst hat noch warme Tage“ (Zitat aus „Tratsch im Treppenhaus“/ Ohnsorgtheater)
Um das Vorgehen zur Suche nach einem Atommüllendlager transparent zu machen, veröffentlicht die Bundesgesellschaft für Endlagersuche (BGE) zunehmend regelmäßig ihre Arbeitsstände. Im Jahr 2020 wurde erstmalig eine Karte mit 90 regionalen Teilgebieten bekannt gegeben, die für die Entsorgung von hochradioaktivem Müll geeignet sein könnten. Sie umfasste damals 54% des Gebiets von Deutschland.
In meiner Kindheit galten Entdecker als wahre Helden, sie riskierten Abenteuer. Als Eroberer genossen sie zweifelhafte Anerkennung. Sie begründeten Wohlstand in Europa und Leid in der sogenannten Dritten Welt. Was wäre, wenn Kolumbus nicht nach Amerika gelangt wäre.
VOR DEM AUS Rettungsaufruf Ausgangslage Seit über 35 Jahren erscheint die Bonner Umweltzeitung (BUZ). Die Redakteur*innen liefern sechsmal im Jahr fachliche Informationen und umweltpolitische Impulse durch gut recherchierte Artikel zu einer Vielzahl von Umweltthemen....
Morgen ist bei uns im Quartier Sperrmüll. Heute stelle ich wieder mal Überflüssiges, aber noch Brauchbares für die Sammler*innen raus.
Damals hatte ich als Student meinen ersten Haushalt mit gesammeltem Sperrmüll eingerichtet. Das war immer wieder eine Entdeckungsreise. Der Reiz hält noch heute an
Heute: An der Bushaltestelle Ich warte auf meinen Bus. Es ist Mittag und hier sind viele Schüler*innen unterwegs. Es herrscht ein reges Treiben. Walter Rodenstock Schülerin Chantal: Der Bus hat schon wieder Verspätung, ich werde zu spät zum Date kommen. Schülerin...
Wir sind‘s – in Bonn Dr. Manfred Fuhrich Es ist schon verblüffend, wie wenig wir über die Anatomie unserer Demokratie wissen. So ist die Kommune nicht Teil des Staates: Der Staat im eigentlichen Sinne, das sind die Bundesländer und der Bund. Die örtliche...
Heute: Stammtischgespräch im Kleingartenverein Wir widmen uns diesmal dem monatlichen Stammtischgespräch des Kleingartenvereins „Sonnenblume“. Heute ist ein besonderer Tag, denn ich werde als neues Mitglied in die Spielregeln der Vereinssatzung eingeführt. Es nehmen...
Nachhaltige Gartengestaltung im Blick Endlich öffnen sich Gartenpforten wieder. Mit dieser Ausgabe erhalten Sie eine weit gefasste Auswahl von Themen rund um die nachhaltige Gartengestaltung im historischen Rückblick, in der gegenwärtiger Gesellschaft sowie mit dem...
Nachhaltig engagiert für die Zukunft Der aktuelle Schwerpunkt befasst sich mit konkreten Bildungsangeboten für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt. Durch das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung ist eine Richtschnur gegeben, die uns zu zukunftsfähigem Denken...
Bildung fördert Umweltbewußtsein Dr. Manfred Fuhrich „Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir!“ – so sagt man. Echt jetzt? Ich habe das anders in Erinnerung. Gut, nun das ist schon lange her. Man kann nur hoffen, dass der Schulunterricht und die...
Atommüll schneller einlagern? Susanna Allmis-Hiergeist Im August dieses Jahres schaffte es das Thema Endlagersuche wieder einmal in die Schlagzeilen. Der aktuell anvisierte Zeitrahmen für einen Standortvorschlag zwischen 2046 und 2068 solle immer noch zu knapp...
Umwelt und Demokratie - jetzt oder nie Dr. Manfred Fuhrich Umwelt und Demokratie haben eins gemeinsam: Zunehmend hat man den Eindruck, dass beide gefährdet sind. Und noch eine Gemeinsamkeit: In Lippenbekenntnisse werden beide beschworen, aber in der täglichen Praxis...
Klimakrise und kleinbäuerliche Agrarwirtschaft in Afrika Ist Klimaanpassung mit gentechnisch veränderten Pflanzen eine Lösung für zukünftige Ernährungssicherheit? Der Autor möchte Aufmerksamkeit über die Abhängigkeitsverhältnisse der Kleinbauernbetriebe Ostafrikas vom...
Wir Deutschen tun uns schwer mit dem Begriff „Heimat“. Das hat viel mit unserer Vergangenheit zu tun. Die Nationalsozialisten haben es verstanden, diesen Begriff zu instrumentalisieren. Jetzt scheuen wir uns, diesen belasteten Begriff zu verwenden. Dabei vermittelt er doch positive Gefühle. Er gibt eine gewisse „Erdung“ in einer hektischen, unübersichtlichen Zeit. Wie wichtig Heimat ist, wird deutlich, wenn man sie nicht mehr hat.
Im August dieses Jahres schaffte es das Thema Endlagersuche für den Atommüll wieder einmal in die Schlagzeilen. Der aktuell anvisierte Zeitrahmen für einen Standortvorschlag zwischen 2046 und 2068 solle immer noch zu knapp bemessen sein. Das mit einer Prozessanalyse beauftragte Ökoinstitut hatte herausgefunden, dass bei optimalem Verlauf frühestens eine Entscheidung in 2074 möglich sei. Was war geschehen? Die Wissenschaftler hatten naheliegenderweise die nach der technischen Festlegung notwendigen Prüf-, Verwaltungs- und Gesetzgebungsschritte hinzugefügt. Braucht man dazu eine teure Studie?
Im Jahr 2020 wurde von der Bundesgesellschaft für Endlagersuche (BGE) eine Karte mit 90 Teilgebieten veröffentlicht, die für die Entsorgung von hochradioaktivem Atommüll geeignet sein könnten. Sie umfasste damals 54 Prozent des Gebietes von Deutschland. Was ist seitdem passiert? Immerhin arbeiten allein bei der Bundesgesellschaft in etwa 120 Expert*innen an dem Projekt. Eine Antwort versucht eine Veröffentlichung der BGE vom 4.11.2024 zu ersten Arbeitsständen zu geben.
Das Reisen erscheint für uns in Deutschland so selbstverständlich wie Ernährung und Wohnen. Wer verstehen will, wie komplex der Begriff „Reisen“ ist, der muss erstmal auf Reisen gehen – ins Internet. Der Duden bezieht das Wort „Reisen“ auf seine Herkunft im Althochdeutschen: „sich erheben“ – im Sinne von sich bewegen. Wikipedia wird präziser, nämlich: „die Fortbewegung von Personen über einen längeren Zeitraum … um ein einzelnes Reiseziel zu erreichen oder mehrere Orte zu besuchen (Rundreise). Im fremdenverkehrswissenschaftlichen Sinne umfasst eine Reise sowohl die Ortsveränderung selbst als auch den Aufenthalt am Zielort.“
Die Älteren erinnern sich noch an das „Oderhochwasser 1997“. Vielen Zeitgenoss*innen war klar: ein Jahrhunderthochwasser; kommt also so schnell nicht wieder. Es gab damals mindestens einen Gewinner und viele Verlierer. Durch einen beherzten Auftritt im Krisengebiet wurde der damalige Ministerpräsident von Brandenburg zum „Deichgraf“ erhoben. Diese choreographisch gelungene Inszenierung ist dem Ministerpräsidenten von NRW nicht wirklich gelungen.
Die wahren Verlierer waren die Anrainer, deren Häuser in den Fluten ertranken. Die Bilder von wegbrechenden Häusern und wegschwimmenden Gebäuden gingen durch die Medien. Der Schaden an Privathäusern und an öffentlichen Einrichtungen und an der Infrastruktur war immens. Bereits Anfang August kehrten die evakuierten Bewohner*innen des Oderbruchs in ihre Häuser zurück. Schnell wurde der Wiederaufbau versprochen. Nur Quergeister mahnten, dass nach der Flut vor der Flut ist. Weiter machen wir bisher?