BUZ Aktuell – Baumfrefel in Mehlem

5. Januar 2023 | Jürgen Huber, Nachhaltigkeit, Ökologie, Umwelt | 0 Kommentare

“Baumfrevel führte leider zum Erfolg”

Jürgen Huber


Heute in der Frühe vernahm ich bei meinem täglichen Spaziergang am Mehlemer Rheinufer das Geräusch von Kettensägen. Neugierig wie ich bin, ging ich den Geräuschen nach. Und so stellte ich fest, dass es für einen Baum von Zweien in Höhe des Seniorenhauses Steinbach, unterhalb der Luxuswohnungen in der Rüdigerstraße 82 bis 90 schon zu spät war. Bei den beiden Bäumen handelt sich um eine Amerikanische Eiche im Alter von circa 80 Jahren und um einen Lederhülsenbaum im Alter von circa 60 Jahren.

Ende September 2019 wurde die Stadt Bonn über einen Baumfrevel an diesen beiden Bäumen informiert. Eine Begutachtung ergab, dass die Rinde bis zu einer Tiefe von circa drei Zentimetern mit einer Kettensäge durchschnitten wurde. Bei beiden Bäumen wurden mit diesem Schnitt die Leitungsbahnen zu deren Versorgung durchtrennt.

Drei Jahre haben diese beiden Bäume um ihr Leben gekämpft, einer hat heute den Kampf verloren. Was mich etwas wundert, denn ich kann mich nicht erinnern, dass dieser jetzt gefällte Baum im vergangenen Sommer abgestorben aussah!

Es stellt sich im Nachhinein die Frage, wieso das unmittelbar neben der Wohnbebauung entstandene Geräusch einer vermutlich nächtlich im Einsatz gewesenen Kettensäge damals nicht gehört wurde. Aufmerksame Bürger*innen gibt es doch überall!

Die beiden gefrevelten Bäume, links ist nur noch der Stumpf geblieben.
Bild: Jürgen Huber

Der Frevel; der dicke Schnitt aus 2019. Bild: Jürgen Huber

Nur noch der Stumf blieb übrig. Bild: Jürgen Huber

 

 

 

 

 

 

 

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