Hände Weg vom Naturschutz!
„Hände weg von der Natur!“: Umweltorganisationen und bereits über 345.000 Menschen warnen vor Angriff auf zentrale Umweltgesetze
Bundesverband BUND

Auf dem erloschenen Vulkan Rodderberg zeigen sich besondere Pflanzengesellschaften, die es zu schützen gilt.
Foto: Oliver Schall
Anlässlich der Eröffnung des 38. Deutschen Naturschutztags in Berlin warnen die im Deutschen Naturschutzring organisierten Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen BBN, BUND, BUND Naturschutz in Bayern e.V., ClientEarth, Deutscher Alpenverein, Deutsche Umwelthilfe, Helversen‘sche Stiftung für Arten- und Biotopschutz, Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V., Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V., NABU, NaturGarten e.V., Pro Wildlife, Succow Stiftung, VdHK, VFD, Verein zum Schutz der Bergwelt e.V. und WWF Deutschland eindringlich vor aktuellen politischen Bestrebungen, zentrale Umweltgesetze zu schwächen.
“Unter dem Vorwand von Bürokratieabbau und Beschleunigung erfolgt aktuell ein massiver Angriff auf den Natur- und Umweltschutz in Europa. Gemeinsam mit bislang über 345.000 Bürgerinnen und Bürgern in der EU sagen wir daher: Hände weg von der Natur!”, erklären die beteiligten Organisationen. “Wenn Gesetze geschwächt werden, die unser Wasser, unsere Böden und die Artenvielfalt schützen, gefährden wir damit auch unsere Gesundheit, unsere Lebensqualität und unsere Volkswirtschaft”, so die Organisationen.
Der Abbau grundlegender Umweltgesetze und Standards verursacht hohe Kosten für die Gesellschaft: etwa durch Umweltverschmutzung, Klimaschäden, Ernteausfälle oder steigende Gesundheitskosten. Nach Angaben des Weltwirtschaftsforums ist über die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung direkt oder indirekt von der Natur und den Leistungen ihrer Ökosysteme abhängig.
“Angesichts der sich zuspitzenden Biodiversitäts- und Klimakrise können wir es uns als Gesellschaft nicht leisten, Umweltgesetze auszuhöhlen. Solche Pläne würden über Jahrzehnte erkämpfte Fortschritte im Umweltschutz leichtfertig aufs Spiel setzen. Wer den Schutz unserer Lebensgrundlagen kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen opfert, handelt verantwortungslos gegenüber der Natur und künftigen Generationen. Naturschutz ist unverzichtbare Voraussetzung für Wohlstand und Sicherheit”, ergänzen die Organisationen.
Aktuell droht die Überprüfung und Abschwächung einer Vielzahl europäischer Umweltgesetze. Hierzu zählen u.a. die Fauna- Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie), die Vogelschutzrichtlinie, die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die Wiederherstellungsverordnung (W-VO), die Meeresstrategie- Rahmenrichtlinie (MSRL), die Nitratrichtlinie, die EU-Chemikalienverordnung (REACH), die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR), eine Abschwächung von Umweltprüfungen bei Infrastrukturprojekten, die Entkernung von Umweltstandards in der EU-Agrarförderung (GAP) sowie eine unbefristete Zulassung von Pestiziden. Die Organisationen fordern die Bundesregierung und die EU-Kommission auf, die bestehenden Umweltgesetze zu verteidigen, das europäische Naturschutzrecht nicht aufzuschnüren und geplante Abschwächungen klar zurückzuweisen.
Hintergrund:
Gemeinsam mit weiteren europäischen und deutschen Umweltorganisationen wurden im Rahmen der Kampagne “Hands Off Nature” bereits über 345.000 Unterschriften gegen eine Aufweichung europäischer Umweltgesetze gesammelt. Die Unterschriftensammlung läuft noch weiter.
Mehr Informationen:
- • Kampagne: Hands off nature
- • Petition unterzeichnen: Hände weg vom Naturschutz!
- • BUND Grundwasserstudie
- • BUND-Test: PFAS in Trinkwasser
Mitgärtner*innen und Pflazenspenden gesucht!
Wir haben für diese Saison wieder eine Parzelle bei meine ernte gepachtet und freuen uns über Mitgärtner*innen. Auch in dieser Saison ist die Fläche komplett frei für eigene Ideen. Es können also Lieblings-Gemüse oder -Kräuter angebaut werden ganz nach Wunsch der Beteiligten. Wir müssen uns nur absprechen, was wir wo pflanzen oder säen, damit es zu einer guten Pflanzennachbarschaft kommt, die sich gegenseitig unterstützt. Gerne nehmen wir auch eure überzähligen Tomaten-, Zucchini-, Kürbis- oder sonstigen Setzlinge ab (in Bio-Qualität). Saisoneröffnung ist dieses Jahr schon am 19.04., d.h. ab da können wir auf das Feld.
Bei Interesse meldet euch unter bund.bonn@bund.net oder telefonisch bei Diethelm unter 0228 620 46 01

Gutes Beispiel fürs Abpflastern im Stadtraum:
Das Ökozentrum Bonn e. V., Sitz des BUND Bonn,
hatte 2017 mit Abpflastern die Baumscheiben der
Linden vor dem Ökozentrum vergrößert.
„Grau raus, Grün rein“
Bonn beteiligt sich am bundesweiten Entsiegelungswettbewerb „Abpflastern“ vom 21. März bis 31. Oktober 2026.
Die BUND-Kreisgruppe begrüßt es sehr, dass die Stadt Bonn bei diesem Wettbewerb mitmacht: Entsiegelung fördert die Biodiversität, senkt die Temperatur in Hitzesommern, schafft Versickerungsflächen für Starkregenereignisse und erhöht die Lebensqualität in unserer Stadt.
Eigentümer*innen von privaten oder gewerblich genutzten Grundstücken sind dazu aufgerufen, Flächen zu entsiegeln, zu bepflanzen und ihre Projekte auf Abpflastern. de einzutragen. Machen auch Sie mit! Jeder entsiegelte und begrünte Quadratmeter zählt!

Nähere Informationen zum Wettbewerb finden
Sie hier: https://www.bonn.de/abpflastern
und in der nächsten BUZ-Ausgabe!
Die BUND–Kreisgruppe Bonn
trifft sich jeden zweiten
Mittwoch im Monatum 19:00 Uhr
im Ökozentrum Bonn,
Friesdorfer Straße 6, 53173 Bonn
(U-Bahn Plittersdorfer Straße).















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