Bonn und der Klimawandel aus ärztlicher Sicht
Bonn und der Klimawandel aus ärztlicher Sicht
Einblicke in die Arbeit einer gemeinnützigen überparteilichen Organisation zur Eindämmung der Lichtverschmutzung.
Das Wartezimmer des HNO-Arztes ist voll. Alle sind irgendwie schwerhörig, aber haben recht unterschiedliche Schicksale. Allen gemeinsam ist: Sie reden recht laut.
„Gehen sie aus im Stadtpark die Laternen…“ Hit des Jahres 1963, gesungen von Gitte Haenning und Rex Gildo. Dieser Schlager sieht es als Vorteil, dass nur noch der Sternenschein auf das Paar fällt. Doch ein solcher romantischer Moment wird in den Städten immer seltener. Die „Lichtverschmutzung“ trübt den Blick zum Himmel. Zuviel künstliches Licht unterdrückt die Produktion des „Schlafhormons“ Melatonin, was zu Schlafstörungen führen. Das sorgt verliebte Paare nicht. Lichtverschmutzung ist ein zunehmendes Problem städtischen Lebens. „In hellen Großstädten kann man mittlerweile nur noch wenige helle Sterne erkennen, während ein dunkler Landhimmel mehrere tausend Sterne zeigt. Dies … raubt auch Bürgern und Bürgerinnen die Chance auf ein einzigartiges Naturschauspiel.“ bund-sh.de/stadtnatur/Lichtverschmutzung/
Wie laut ist es in Bonn? Ein kleiner Hörspaziergang auf dem Bonner Talweg und ein Blick in den jüngsten Lärmaktionsplan der Stadt Bonn helfen bei dieser wichtigen Frage weiter. Denn nichts Geringeres als unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit stehen auf dem Spiel.
Ich saß Ende November letzten Jahres an meinem Frühstückstisch und schaute mir das bunte Laub der Bäume mit Freude an und wurde jäh aus meinen romantischen Träumen gerissen.
Was war passiert? Was zerstörte mir den Tag?
Im heutigen Alltag der Digitalisierung, Schnelllebigkeit und des Zeitmangels gibt es eine Unmenge von Sinnesreizen, die unsere Aufmerksamkeit und Konzentration kurzfristig binden und auf Dauer gesundheitlich erschöpfen können. Quellen sind zum Beispiel der Straßenverkehr oder die permanente Nutzung von Handy oder PC. Aber auch Einkäufe im Supermarkt können mittlerweile dazugezählt werden.
Im heutigen schnelllebigen digitalisierten Alltag gibt es eine Unmenge von Sinnesreizen, die unsere Aufmerksamkeit und Konzen- tration kurzfristig binden und auf Dauer gesundheitlich erschöpfen können. Auf das rechte Maß an Dezibel für die Lautstärke oder Lumen für den Lichtstrom können wir achten.
Die neue Ausgabe der Bonner Umweltzeitung widmet sich dem Themenschwerpunkt Lärm und Licht. Im Mittelpunkt stehen vielfältige Aspekte unseres Alltags im Umgang mit akustischen und visuellen Einflüssen, ebenso wie aktuelle Entwicklungen, Projekte und gesellschaftliche Debatten aus Bonn und umgrenzenden Regionen.