Plädoyer für die „Szene“ am ZOB
Im Folgenden finden Sie die gemeinsame Stellungnahme des Bonner Caritasverbands und des Diakonischen Werks Bonn und Region zur Debatte um alternative Aufenthaltsszenarien für die so genannte Szene am zentralen Omnibusbahnhof (ZOB).
Birte Holm

Birte Holm Fachbereichsleitung der Ambulanten Suchthilfe des
Caritasverbands und des Diakonischen Werks
Bild: Caritasverband für die Stadt Bonn e.V.
„Aus Sicht der Ambulanten Suchthilfe ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Menschen, die sich aktuell in den ver- schiedenen Szenen am Kaiserplatz, im Durchgang Poppelsdorfer Allee, am ZOB sowie am und im Bahnhof aufhalten, auch künftig dort treffen werden. Es sind zentrale Punkte des öffentlichen Lebens in Bonn und aus allen Richtungen der Stadt gut erreichbar.
Diese Menschen werden sich also aller Voraussicht nach auch zukünftig ihre Plätze im Zentrum suchen und weiterhin zum Stadtbild gehören. Wenn man dies bei der Planung mit berücksichtigt, kann man einen Platz oder Plätze schaffen, an dem/denen sie dabei sein können, ohne in den Vordergrund zu treten und an dem/denen zugleich die Streetworker von Caritas, Diakonie und dem Verein für Gefährdetenhilfe ihre Zielgruppen gut erreichen können, um die nötige Unterstützung zu leisten.
Überdies haben die Mitarbeitenden der Wache GABI dann einen guten Überblick und können schnell dort eingreifen, wo es nötig ist.
Hier bietet sich die Möglichkeit, in einer realistischen Vorausplanung die vorhandenen Steuerungshebel zum größtmöglichen Gewinn für alle Seiten zu nutzen: Die einen haben ihren Platz, die anderen werden weniger bis nicht gestört, und die Unter- stützungs-, Hilfs- und Sicherheitsangebote können ihren Dienst leichter leisten.
Vor diesem Hintergrund können wir uns als Ambulante Suchthilfe nur für die Berücksichtigung der „Szene“ bei der ZOB-Planung aussprechen.“

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