Gesellschaft,  Nachhaltigkeit

Schwerpunkt: Fridays for Future-Bewegung (FFF-Bewegung)

Impulse aus der FFF-Bewegung

Ralf Wolff

Die Mobilisierung der Fridays for Future-Bewegung ist nicht nur bei Protest geblieben. Die BUZ-Redaktion bietet Ihnen mit dieser Ausgabe einen Überblick über das FFF-Engagement in Bonn und Umgebung. Dieses kollektive Engagement kann einiges bewegen. Seien Sie dabei, der Klimakrise durch Ihr Engagement und Handeln entgegenzuwirken.

Schafft Fridays-for-Future nur vorübergehend Aufmerksamkeit in der Gesellschaft? Oder bilden künftig die FFF-Gruppen das Rückgrat einer sozialen Bewegung, die ihren Beitrag zum Umgang mit den vielfältigen Auswirkungen des Klimawandels dauerhaft leistet? Unser Interviewpartner und Mitbegründer des Instituts für Protest und Bewegungsforschung Prof. Sebastian Haunss äußert sich, inwiefern Fridays for Future gekommen ist und auch bleiben werden wird.

Seit 2020 waren der Mobilisierung durch die Pandemie Grenzen gesetzt. Dennoch sind die klimakrisebedingten Notwendigkeiten immer klarer im Fokus der Gesellschaft und akzeptiert. Und das ist nicht nur in der geopolitischen Entwicklung begründet,sondern die hiesigen wie weltweiten Unwetterkatastrophen führen uns vor, in welche Lage wir hineingeraten,wenn wir nicht ins Handeln kommen.

Sind wir alle „umweltbesorgt“ und bestrebt, nach dem Demonstrieren und der Diskussion die Forderungen im (politischen) Alltag umzusetzen oder bleiben wir dennoch „Umweltsünder“? Mit dieser Frage können wir unser eigenes Handeln hinterfragen und selbst oder im kollektiven Engagement für den Klima- und Umweltschutz eintreten. Der Zwischenruf auf Seite 7 reflektiert diesen alltäglichen Widerspruch zwischen Wissen und Handeln. Er verweist zudem auf namhafte Expert*innen.

Angebote der FFF-Bewegten für kontinuierliches Engagement gibt es in Bonn und Umgebung ausgiebig Sie werden häufig auch aus bestehendem zivilgesellschaftlichem Engagement heraus getragen oder formieren sich neu. Zum Beispiel bildet die Jugendakademie Walberberg Klimabotschafter*innen aus.

Wie die Bonner Fridays for Future-Gruppe recht schnell auf sich aufmerksam machte, dazu blickt unser Kolumnist Jürgen auf die Entstehung von FFF zurück. Ein Interview zu den Beweggründen einer Gruppierung Namens „Omas for Future“ lesen Sie genauso wie Dialoge mit Teilnehmer*innen am letzten Klimastreik im September dieses Jahres. Im Gegensatz zu dieser ortsbezogenen Intitiativarbeit sind die „Artists forFuture“ nicht zentral organisiert. Das Hauptziel besteht darin, die Proteste für mehr Klima- und Umweltschutz zu unterstützen. Deren Aktivitäten in Bonn beschreibt Jürgen und regt damit zum Mitmachen an.

Demonstrationszug durch Bonn Foto: Jürgen Huber

Wie die Bonner Fridays for Future-Gruppe recht schnell auf sich aufmerksam machte, dazu blickt unser Kolumnist Jürgen auf die Entstehung von FFF zurück. Ein Interview zu den Beweggründen einer Gruppierung Namens „Omas for Future“ lesen Sie genauso wie Dialoge mit Teilnehmer*innen am letzten Klimastreik im September dieses Jahres. Im Gegensatz zu dieser ortsbezogenen Intitiativarbeit sind die „Artists forFuture“ nicht zentral organisiert. Das Hauptziel besteht darin, die Proteste für mehr Klima- und Umweltschutz zu unterstützen. Deren Aktivitäten in Bonn beschreibt Jürgen und regt damit zum Mitmachen an.

Die Kunst auf und hinter der Bühne veranschaulicht mit vielfältigen Beiträgen zum Klimaschutz, wie Umsetzungslücken für Klimaresilienz geschlossen werden können. Im Herbst 2021 wurde das Netzwerk „Performing for Future“ gegründet, in dem sich auch das Theater Bonn, das Theater im Ballsaal sowie Mitglieder des Beethoven Orchester engagieren. Dieses Netzwerk organisiert deutschlandweite Aktionen und hat ein „Manifest für eine ökologisch-soziale Transformation in den Darstellenden Künsten“ formuliert.

Die FFF-Bewegung hat mitunter auch ein Nachdenken verschiedener Fachdisziplinen über den Umgang mit der Bewältigung klimakrisebedingter Notwendigkeiten hervorgebracht. So leidet die Landwirtschaft unter dem Klimawandel, wenn der Umgang mit dem Boden zu intensiv erfolgt. Diesem Thema haben sich gleich zwei Initiativen angenommen, die sich beide Farmers for Future nennen. Ihnen liegt die nachhaltige Zukunft ihrer Branche am Herzen. Dabei schlagen sie zwei unterschiedliche Wege ein. In diesem Sinne stellen wir Ihnen die Arbeit des ersten Ökowinzers an der Ahr vor. Erfahren Sie, wie dieser „trendfreie“ Winzer auf Basis des „Bundesverbandes ökologischer Weinbau“ arbeitet.

In unserer Artikelreihe, wie Strategien des Urban Mining den Lebensraum des Menschen nachhaltiger machen können, bietet der Verein Architects for Future sein hervorragendes Zirkularkonzept an. Lesen Sie, wie die Architects for Future (A4Future) den Landesbauministerien ihre Forderungen nahe bringen. Einige Forderungen, wie die Wiederverwendung von Bauteilen und Baustoffen oder einfacheres Bauen im Bestand fanden derweil schon Gehör. Jedoch empfehlen die A4Future ihre „MusterUMbauordnung“ an die Bauministerkonferenz. Mit deren Anwendung der CO2-Ausstoß umfassend reduziert werden würde. Das Engagement der Architects for Future fand zumindest zum Teil schon in Gremien unserer repräsentativen Demokratie Gehör.

Inwiefern die direkte Demokratie ebenso Themen der FFF-Bewegung von Bonner*innen mit Bürger*innenbegehren eingebracht werden können, betrachtet der Artikel Bonner*innen for Future. Unsere Redakteurin wirbt für Ihre Teilnahme am Diskussionsabend „Bonn diskutiert: Klima- und Biodiversitätsschutz lokal gedacht“ am 2. November im Museum Koenig. Die besondere Organisation dieses Abends wird Ihnen ermöglichen sich direkt einzubringen. Der Abend begleitet die Ausstellung „Bonn, das Klima und wir“, die Sie noch bis zum 27. November aufsuchen können. Schließlich erfahren Sie auf Seite 12 dieser Ausgabe, dass die auf Fridays for Future zurückzuführende Ausrufung des Klimanotstands diverser Kommunen hier in Bonn kein symbolischer Akt mehr ist. Das Projektteam von „Bonn4Future – Wir fürs Klima“ stellt Ihnen das durch den Verein Bonn im Wandel initiierte und in Kooperation mit der Stadt Bonn durchgeführte Mitwirkungsverfahren vor. 320 Bonner*innen haben sich inzwischen eingebracht. Auf dem vierten und vorerst letzten Klimaforum in diesem September wurde in sieben Arbeitsgruppen schließlich der Klimaaktionsplan der Bürger*innen erarbeitet. Der Aktionsplan soll Anfang 2023 politisch beraten werden.