Robert Habeck in Bonn

10. Juli 2024 | Jürgen Huber, Nachhaltigkeit, Neues-Nur Online | 1 Kommentar

Unser Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck besuchte am Dienstag, dem 9. Juli 2024 das Heizkraftwerk Nord (HKW) der Stadtwerke Bonn. Von der Bonner Umweltzeitung war Jürgen (Jürgen unterwegs) mit dabei.


Jürgen Huber


 

Robert Habeck während des Rundganges © Jürgen Huber

Nach einer herzlichen Begrüßung durch OB Katja Dörner und dem Empfang des obligatorischen Helmes ging es schon gleich zur Besichtigung des HKW.
Dampf, der bei der benachbarten Müllverwertungsanlage entsteht, wird für die Fernwärme sowie den Antrieb einer Dampfturbine zur Erzeugung von Strom genutzt. In der Turbinenhalle begann der Vortrag.
Wird es zu Spitzenzeiten knapp mit dem Dampf können durch die Verbrennung von Gas oder Öl weitere Turbinen angetrieben werden. Auch die hier entstehende Wärme wird nicht direkt zum „Kamin hinausgeblasen“, sondern in das Fernwärmenetz eingespeist. Die Erzeugung von Strom und zeitgleiche Verwendung der in dem Prozess anfallenden Wärme nennt sich übrigens Kraft-Wärme-Kopplung. Wenn Sie jetzt stutzen tun Sie das völlig berechtigt. Das Verbrennen von Gas und Öl ist nicht gerade als Klimaneutral zu bezeichnen. Daher haben die Stadtwerke Gasturbinen in Betrieb genommen, die eine Beimischung von grünem Wasserstoff zum Erdgas erlauben. Das soll weiter ausgebaut werden.

Im Pressegespräch
© Jürgen Huber

Im neuen Dampfturbinen Maschinenhaus erfuhren wir einiges über die Fernwärme. Denn wie in Zukunft geheizt wird, ist ein wichtiger Faktor auf dem Weg zur Klimaneutralität. Wärmepumpen und das kommunale Wärmenetz spielen eine große Rolle. So wird die kommunale Wärmeplanung, die in Bonn vorbildlich voranschreitet, einen verlässlichen Rahmen für eine zukünftige Wärmeversorgung bieten, sagt Frau Dörner. Die Planung läuft darauf hinaus, dass eine Verdoppelung des Bonner Fernwärmenetztes von derzeit 125 Kilometer auf 250 Kilometer geplant ist. Hier wurden auch Fragen der Presse beantwortet.
Nach einer knappen Stunde verabschiedeten sich Minister Habeck und OB Dörner ins Alte Rathaus, wo sich Habeck im Goldene Buch verewigte.

Am Rande wurde erwähnt, dass auch für die Müllverwertungsanlage große Zukunftspläne bestehen. Hierüber berichten wir in einer Woche detailliert und möchten anschließend mit Ihnen diskutieren.
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1 Kommentar

  1. Wieder einmal toll geschrieben, Danke dem BUZ Team für die viele Arbeit, die ihr euch macht. Besonders hat mich gefreut, dass Herr Habeck gut weggekommen ist, er wird ja genug gemobbt.

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