BUZ Aktuell – Kundgebung in Bonn gegen Rechtsextremismus und für den Schutz unserer Demokratie

21. Januar 2024 | BUZ Aktuell, Gesellschaft, Interview, Jürgen Huber, Politik, Veranstaltungen | 0 Kommentare

Wenn in Bonn demonstriert wird, dann richtig. Und diesmal haben sich geschätzte 30.000 Bonnerinnen und Bonner zum Marktplatz begeben, um gegen die unheimlichen Vorgänge in der rechten Szene zu demonstrieren.


Jürgen Huber


Bahnhof Mehlem © Foto Jürgen Huber

Was war der Auslöser für die Proteste, vor allem gegen eine Partei, die vom Verfassungsschutz als „rechts­ex­tre­mis­ti­scher Ver­dachts­fall“ bewertet wird?
Laut Bericht des Netzwerkes „Correctiv“ haben sich Vertreter dieser Partei, dessen Namen zu nennen ich mich weigere, im November des vergangenen Jahres in Potsdam getroffen. Hier wurde über die massenhafte Vertreibung von Menschen aufgrund rassistischer Kriterien aus Deutschland gesprochen, egal, ob sie einen deutschen Pass haben oder nicht. Quelle

Unser Weg zur Demo begann in Mehlem. Der sonst übersichtlich gefüllte Bus kam an die Grenze seiner Kapazität. So gerade noch kamen wir mit. Also stiegen wir am Bahnhof Mehlem wieder aus, um den Zug zu nehmen. Auch der Zug war sehr gut besetzt. Doch wir kamen mit all den anderen Menschen wohlbehalten in Bonn an.

Am Hof ging nichts mehr © Foto Jürgen Huber

Dort strömten aus allen Ecken und Bussen Leute Richtung Marktplatz. Wie zu erwarten war er voll, die Seitenstraßen ebenfalls. Schnell sperrte die Polizei die Rathausgasse, denn dort war für Busse kein Durchkommen mehr.

Da wir uns auch in der Rathausgasse befanden, und die Beschallung erst mal nicht bis dort hin durchdrang, bekamen wir von den Reden nicht so viel mit. Erst später wurde noch eine Box installiert, es wurde nicht besser mit dem Verstehen, zuviel Geräusche aus dem Umfeld.

 

Hier einige Stimmen der Demonstrierenden.

Spricht für sich © Foto Jürgen Huber

Christelle 15

Ich bin hier, weil ich mich nicht von ein paar verblendeten Idioten regieren lassen möchte, sondern meine Zukunft in einer freien demokratischen Welt erleben möchte.

Joachim 75
Im Jahre 1945 lag die Welt in Trümmern weil ein „Gröfaz“ mit seinen Handlangern der Meinung war, das 1000-jährige Reich über die ganze Welt verbreiten zu müssen. Das möchte ich nicht noch einmal erleben.

Harald 43
Hier in Bonn im Museum König wurde das Grundgesetz erarbeitet. In Potsdam in einer Villa wurde wohl darüber geredet, dieses Grundgesetz abzuschaffen und eine erneute autoritäre Regierung zu gründen. Ich möchte weiter auf dem Boden des Grundgesetzes in Deutschland leben können, ohne dass ich von irgendwelchen Querköpfen regiert werde.

Giesela 37
Ich weiß, dass wir mit dieser Demo die AFD nicht beeindrucken können, denn diese befindet sich in einer Opferrolle und fühlt sich darin wohl, und so sehen es auch die Wählerinnen und Wähler dieser Partei. Ich bin hier, um mit Euch allen denen die bisher schweigend in ihrem Kämmerlein gesessen haben und nichts gemacht haben, zu zeigen, ihr seid nicht allein, kommt mit auf die Straße, wenigstens beim nächsten Mal, wenn ihr diesmal nicht dabei seid.

Spricht für sich © Foto Jürgen Huber

Spricht für sich © Foto Jürgen Huber

Das Fazit

Es wird diese Partei nicht beeindrucken, wie gestern ein Interview im Fernsehen zeigte. Sie sieht sich auf dem Boden der Demokratie und als Opfer, das war nicht anders zu erwarten.
Jetzt ist unsere Politik gefragt, mit dieser Partei umzugehen. Keine einfache Aufgabe. Ein anderer Umgang untereinander, für Bürgerschaft und Gewerbe planbare Entscheidungen und vor allem eine bessere Kommunikation nach aussen. Der Streit muss drinnen bleiben.
Wir Bürger*innen müssen wachsam bleiben und vor allem Flagge bekennen. Auch mal seine Meinung anderen gegenüber äussern. Am Wichtigsten ist wählen gehen, und natürlich das Kreuz an der richtigen Stelle machen.
Ich zitiere hier aus “Arsch Huh, Zäng usseinander”: Wie wöhr ett wenn de die Zäng enns usseinander krääts. Deutsche Übersetzung: Wie wäre es, wenn Du die Zähne einmal auseinanderbekommst.

Spricht für sich © Foto Jürgen Huber

Spricht für sich © Foto Jürgen Huber

Kein Döner für Nazis © Foto Jürgen Huber

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Beitrag teilen

Verbreite diesen Beitrag!